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Architektur hautnah

Erstsemester-Studierende der Universität Siegen haben das Architekturhaus in Geisweid für ein Wochenende umgestaltet.

 Mehr als 100 Studierende werkeln im Architekturhaus der Universität Siegen im Stadtteil Geisweid. Sie hämmern, schrauben, kleben und sägen. Die Geräuschkulisse ist immens. Hautnah lernen sie das Fach Materialkunde kennen. Aus Gipskarton, Holz und Stahlblech teilen sie das große Foyer des Gebäudes in 18 Raumeinheiten auf. Danach geht es weiter mit Glas, Bambus, Aluminium und Co.. Jede Gruppe darf sich ein Material aussuchen und damit jeweils einen Raum gestalten.

raum_webDer Workshop an der Uni Siegen ist ein Angebot für alle Erstsemester-Studierenden im Studiengang Architektur. „Das ist eine pädagogisch tolle Gelegenheit, das Bauen mal selbst zu erleben“, sagt Professor Dr. Wirths, Leiter des Materialkundelabors an der Uni. Er hat im Vorfeld die Theorie zu den unterschiedlichen Materialien vermittelt und leitet die Studierenden jetzt an, ihre Ideen umzusetzen. Zum einen lernen die Studierenden so, mit Material kreativ Lebensräume zu gestalten, zum anderen lernen sie die technischen Eigenschaften kennen: Wie fest ist mein Material? Wie gut dämmt es?

Kiara Navarro und Ceyda Nur Kara sind zwei der Erstsemester-Studierenden. „Ich habe mir das ehrlich gesagt ein bisschen leichter vorgestellt“, gibt Kiara Navarro zu. „Umso wertvoller ist es, hier zu erfahren, wie alle Schritte von der Planung bis zur Umsetzung in Wirklichkeit aussehen.“ Ceyda Nur Kara fügt hinzu: „Später holz_webals Architektin beteiligen wir uns auch aktiv am Bauen. Die Theorie allein reicht da als Wissen nicht. Durch den Workshop haben wir uns viel intensiver mit den Materialien auseinandergesetzt.“ Ceyda Nur Kara und ihr Team planen, mit Alufolie und einem Körper aus Aluplatten ihren Raum zu füllen. Kiara Navarros Gruppe arbeitet in ihrem Raum mit Glas, das später das Licht brechen soll.

Die Rigips-Platten für die Raumaufteilung werden von der Firma Saint-Gobain gesponsert. Das Unternehmen tourt durch ganz Deutschland und fördert bereits seit Jahren an über 40 Hochschulen die praktische Materialerfahrung von Studierenden. „Leichtbau wird immer wichtiger. Gipskarton-Platten werden heute bereits massenweise eingesetzt“, sagt Mathias Dlugay. Er arbeitet als Architekt bei Saint-Gobain. „Viele Studierende haben noch nie mit diesem Material gearbeitet. Ihnen am Anfang ihres Studiums so viel mitzugeben, begeistert mich.“ Einziger Wermutstropfen: Nach einem Wochenende werden die Werke der Studierenden wieder zurückgebaut.

Text: Nora Frei (Pressestelle)