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documenta center kassel

Thema
Die Universität Kassel lobt in Zusammenarbeit mit der documenta und der Museum Fridericianum Veranstaltungs - GmbH für das Sommersemester 2011 den internationalen Ideenwettbewerb documenta center of information and communication für Studenten aus.

Geschichte
Die documenta in Kassel gilt neben der Biennale von Venedig als bedeutendste, zyklisch wiederkehrende Ausstellung zur modernen und zeitgenössischen Kunst weltweit. Jede documenta prägte auf ihre Art das internationale Gespräch über Kunst. Die Kunstvermittlungsinstitution documenta präsentiert die aktuelle Kunstproduktion und reflektiert die Frage nach Sinn und Zweck einer Ausstellung. Sie hat sich als ein
Unternehmen etabliert, das weit über das einfache Präsentieren von zeitgenössischer Kunst hinausweist.
Die erste documenta wurde 1955 von Arnold Bode initiiert. Mittlerweile findet sie regelmäßig im Abstand von fünf Jahren statt. Die Anzahl der documenta Besucher ist kontinuierlich gewachsen: von 130.000 im Jahr 1955 auf 751.301 im Jahr 2007. Die documenta 13 wird im vom 09. 06. 2012 - 16. 09. 2012 stattfinden.

Aufgabe
In der Kasseler Innenstadt, auf dem Friedrichsplatz, soll während der documenta ein temporäres center of information and communication geplant werden, das während der 100-tägigen Schau verschiedene Funktionen in sich beherbergen soll.
Neben unterschiedlichen Bereichen wie z.B. Treffpunkt mit Gastronomie- und Loungebereich, Veranstaltungsbühne, Presse- und Informationszentrum mit Ticketverkauf, Shop- bzw. Buchladen, Internetcafé, Ausstellungs- und Dokumentationsbereich sowie Kinderhort sind ebenso notwendige Nebenfunktionen einzuplanen. Insgesamt besteht für das documenta center ein Raumbedarf von ca. 1340 qm Nutzfläche zuzüglich Freiräume.
Es soll ein differenzierter Raum konzeptionell durchdacht werden, der sowohl architektonisch als auch städtebaulich auf die weltgrößte Ausstellung für zeitgenössische Kunst angemessen und nachhaltig reagiert. Das zukünftige center of information and communication soll eine hohe Nutzerakzeptanz bekommen und der Gastgeberrolle für ein internationales Publikum gerecht werden. Es soll eine sinnvolle und eigenständige
Ergänzung und keine Konkurrenz zur eigentlichen Ausstellung, der documenta, darstellen.
Die Aufgabenstellung der Bachelorarbeit ist, bis auf Ergänzungen bei den zu erbringenden Leistungen, in vollem Umfang identisch mit der Wettbewerbsauslobung. Die Auslobungsunterlagen können im Internet unter http://atelier30.de/documentacenter/ abgerufen und heruntergeladen werden.

Grundstück
Das documenta center of communication and information soll am Friedrichsplatz, der nach den Plänen von Simon Louis du Ry 1768 planmäßig angelegt und bebaut wurde, geplant werden. Seine Abmessungen betragen ca. 340 x 112 Meter. Damit bildet dieser einen der größten innerstädtischen Plätze Deutschlands. Hier befindet sich u.a. das Museum Fridericianum, das Ottoneum (heute Naturkundemuseum), das
Staatstheater und die documenta-Halle.

Raumprogramm
Für die Aufgabe wird in den Wettbewerbsunterlagen ein Raumprogramm als realistische Leitlinie vorgegeben.
Das documenta center ist als Raumkörper zu sehen, der temporär während der 100 Tage andauernden Kunstausstellung diverse räumliche und funktionale Bausteine beinhalten soll.
Von den Teilnehmern sollen unter Einbeziehung des vorgegebenen Programms Visionen entwickelt werden, die nicht nur den funktionalen Aspekten gerecht werden, sondern die gesamte Infrastruktur zu einem für den Besucher erfahrbaren Archipel rund um die weltgrößte Ausstellung für zeitgenössische Kunst werden lassen. Hier treffen sich Menschen aus unterschiedlichen Ländern vor und nach dem Besuch der documenta
und tauschen Ihre Erfahrungen aus oder informieren sich über die Ausstellung. In Abhängigkeit des vorgeschlagenen Konzeptes sind auch Aussagen zu den Freiräumen zu machen. Dies betrifft mögliche angelegte Wege, Terrassen oder vorgeschlagene Anpflanzungen ect. Sollten vorhandenen Freiräume verändert werden, so können diese nach der Veranstaltung wiederhergestellt werden. Entsprechende Ideen sind im Lageplan und im Grundriss EG darzustellen.
Es werden innovative architektonische Ideen gesucht, die eine inspirierende Ausstrahlung auf den Besucher und auf den Ort haben sollen. Der Innovationscharakter und die Suche nach kreativen gestalterischen Lösungen stehen grundsätzlich im Vordergrund. Das Raumprogramm stellt keine verbindliche Festlegung reiner Flächenzuordnungen dar, sondern kann konzeptabhängig modifiziert oder ergänzt werden, falls dies sinnvoll erscheint.

Leistungen

  • Lageplan M 1:500 einschl. Umgebung,
  • alternative Arbeitsmodelle M 1:500
  • Präsentationsmodell M 1:200
  • Grundrisse einschl. Untergeschossebene M 1:200,
  • Ansichten M 1:200,
  • 2 räumlich aussagefähige Vertikalschnitte M 1:200,
  • 2 baukonstruktive Details,
  • 2 Perspektiven, Visualisierungen,
  • Skizzenbuch

Beurteilungskriterien laut Ausschreibung:

  • Innovation der Idee
  • Nachvollziehbarkeit und Plausibilität des vorgeschlagenen Konzeptes
  • temporärer Charakter
  • Verhältnis des Entwurfkonzeptes zur documenta
  • Interpretation des Raumprogramms
  • Einbindung in den städtebaulichen Kontext und den Freiraum
  • Nachhaltigkeit hinsichtlich Materialität und Wiederverwendbarkeit


Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dibelius, Abschlußarbeit, herausgegeben im Sommersemester 2011