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in die höhe: verdichten durch aufstocken

Ausgangslage
Ausgangslage ist die Stadt, wie sie städtebaulich in Deutschland wirklich ist:
unzulänglich, widersprüchlich, inhomogen, fragmentarisch.
Dies betrifft insbesondere die Kernbereiche unserer Städte, aber auch die ausufernden Peripherien. Der Städtebau hat über viele Nachkriegsjahrzehnte hilflos und beliebig experimentiert. Bebauungspläne haben nichts verhindert, eher vieles verursacht.
In den zurückliegenden Jahren sind die bevorzugten Leitvokabeln neben der ökologischen Nachhaltigkeit nun Umnutzung, Erhaltung und Nachverdichtung. Damit verbunden ist auch die Rückkehr zu kleinteiligeren Strukturen und zu multifunktionaleren Nutzungen. Neue Aufenthalts- und Lebensqualitäten in der Stadt stehen im Vordergrund. In diesem Kontext ist diese Entwurfsaufgabe anzusiedeln.

Aufgabe
Die Aufgabenstellung "in die höhe" beinhaltet daher, städtebauliche und hochbauliche Fehlentwicklungen und Fehlentscheidungen aus der heutigen Sicht zu analysieren und daraus abgeleitet entwurfliche Ergänzungen zu entwickeln, die die Situation verbessern und aufwerten.
Die Fachzeitschrift BAUMEISTER hat hierzu für Studierende des Studiengangs Architektur einen anonymen hochbaulichen Wettbewerb ausgelobt.
Gegenstand der Aufgabe können frei wählbare Bauten jeder Größenordnung, jeder Funktion und jeden Alters sein (Wohnungsbau, Bürogebäude, Gewerbebau, Verkehrsbauwerke, Mischnutzungen, öffentliche Nutzungen). Es ist ein Gebäude zu suchen und zu beplanen, dessen Aufstockung bzw. vertikale Ergänzung die Voraussetzung ist zur notwendigen Verbesserung der Gesamtsituation dieses Gebäudes und auch der Stadt an dieser Stelle. Dabei können die Motive und Begründungen für diese Aufstockung höchst unterschiedlich und frei wählbar sein.
Ziel ist die Verbesserung der städtischen Situation über die Auseinandersetzung mit der gegebenen Architektur. Laut oder leise, eigenständig oder eingefügt, reduziert oder schmuckhaft, gegensätzlich oder harmonisch, klassisch oder modisch...., diese immer wieder zu stellenden Fragen zur architektonisch-inhaltlichen Konzeption und Haltung lassen sich noch zahlreich ergänzen.
Das vorgegebene Motto der Aufgabe heißt: "Bauen Sie in die Höhe, stocken Sie auf. Verdichten Sie, schaffen Sie Raum auf der kleinsten Hütte!" Nicht die Größenordnung ist relevant sondern das Individuelle, das Überraschende, das Innovative Ihres Entwurfes.

  1. Teil
    Der erste Aufgabenteil besteht darin, ein Gebäude oder eine begrenzte städtebauliche Situation zu finden, die aus verschiedenen Kriterien heraus aufgestockt werden sollte.
    Analysieren und begründen Sie Ihre Wahl und entwickeln Sie eine eigene Haltungdazu, warum und wie dieses Bauwerk verändert oder ergänzt werden soll.
  2. Teil
    Der zweite Teil der Aufgabe besteht aus der Entwicklung eines Entwurfes für eine ergänzende Bebauung. Der Vorschlag soll hinsichtlich Nutzung, Städtebau, Bewirtschaftung, Maßstab und Gestaltung eine bessere Architektur als die bisherige bieten und die kreative Auseinandersetzung mit der vorhandenen Architektur beispielhaft aufzeigen.
Die Aufgabenstellung des Entwurfes ist, bis auf Ergänzungen bei den zu erbringenden Leistungen, in vollem Umfang identisch mit der Wettbewerbsauslobung des BAUMEISTER. Der Auslobungstext kann durch das Lehrgebiete ausgegeben oder aus dem Netz geladen werden.

Geforderte Leistungen
Teil 1
  • Dokumentation des gewählten Grundstücks (Bauaufnahme, Pläne, Fotos, Skizzen, Text) und Begründung für die Auswahl einschließlich nachvollziehbarer Erläuterung des Konzepts.
Teil 2
  • Lageplan M 1:500 mit Umgebung,
  • notwenige Grundrisse, Ansichten, Schnitte, die zum Verständnis des Konzeptes notwendig sind, im M 1:200,
  • Fassadendetail in Ansicht, Schnitt und Grundriss im M 1:20, aus dem die gestalterische Absicht sowie die konstruktive Lösung hervorgehen, verkleinert auf M 1:50,
  • mindestens eine räumliche CAD-Darstellung des Entwurfes,
  • Modellfotos,
  • Arbeitsmodell und Präsentationsmodell, Maßstab nach Absprache,
Layoutvorgabe
  • analog Wettbewerb 1 Plan: 1400 mm x 1100 mm, hochkant
  • alle Unterlagen zusätzlich in digitaler Form als PDF Dateien.

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dibelius, Bacherlor-Abschlußarbeit, herausgegeben im Wintersemester 2013/2014