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Hafencitytower Hamburg

Städtebaulliches Umfeld
In Hamburg entsteht derzeit mit der Hafencity eine moderne europäische Innenstadt direkt am Wasser mit ca. 155 Hektar. Die Hafencity wird die heutige Hamburger Innenstadt in 15 - 20 Jahren um voraussichtlich ca. 40 Prozent erweitern. Es entsteht hier ein lebendiger innerstädtischer Raum mit einer feinkörnigen Nutzungsmischung aus Wohnen, Büros, Freizeit, Einzelhandel und Kultur. Die im Bau befindliche neue Elbphilharmonie an der Spitze des Dalmannkais, zukünftig eine der größten Konzerthallen Europas, wird trotz der derzeitigen Kostenexplosion das neue Wahrzeichen Hamburgs werden.

Besonders hervorzuheben an diesem Stadtentwicklungsprojekt sind die Innenstadtlage und ein genereller Qualitätsanspruch, der sich in der Architekturqualität, einem sehr hohen Wohnanteil, intensiven Wasserbezügen, einem ökologisch nachhaltigen Entwicklungskonzept sowie standardsetzenden Realisierungsprozessen zeigt.

Trotz der vielen Bezüge zwischen Land- und Wasserflächen wird die Hafencity nicht eingedeicht und damit vom Wasser abgeschnitten. Das gesamte Gebiet ist stattdessen auf ca. 8,00 Meter über Normalnull angehoben worden und hat dadurch eine neue, charakteristische Topographie erhalten, die den Zugang zum Wasser und die hafenspezifischen Milieuqualitäten erhält.

Ende 2007 wohnten bereits 800 Menschen in der Hafencity, ca. 1500 Menschen arbeiteten hier, seitdem verdoppeln sich die Zahlen in kurzen Abständen. Neben Wohnunge und Büros entstehen zeitgleich auch eine neue Universität, ein Museum, ein Kreuzfahrt-Terminal, ein Science-Zentrum, eine Grundschule, eine Kindertagesstätte, ein Kloster, eine U-Bahn-Haltestelle, mehrere Sport-Hafenanlagen, eine große Einkaufspassage, ein großer Park.

Die Hafencity hat sich aus der Phase der Projektplanung in die Phase der intensiven Realisierungen entwickelt. Sie ist dabei durch die Gleichzeitigkeit komplexer Prozesse gekennzeichnet. Im Westen ist sie z. Teil bereits urbaner, bewohnter Ort, in der Mitte und im Süden ist sie Großbaustelle und im Osten ist sie noch Planungsbereich.


Thema und Aufgabe
Nach Osten wird die Hafencity begrenzt durch zwei der wichtigsten Verkehrsadern Hamburgs, den Elbbrücken für die Bundesbahnverbindungen nach Süden sowie den Autobahnanschluss in Richtung Lübeck, Berlin und Hannover.

Hier soll nach dem Masterplan das Elbbrückenzentrum entstehen, ein Ensemble aus  mehreren Hochhäusern als "Tor zur Hafencity" und aufgrund seiner Lage auch als neues Tor zur Hamburger Innenstadt.

Thema der Bachelor-Arbeit ist die Entwicklung eines Hafencity-Towers auf dem dafür vorgesehenen Grundstück zwischen Bundesbahn und Autobahn. Der Masterplan zeigt hier 6 Hochhäuser. Der Begriff des Towers ist nicht zwingend wörtlich zu nehmen, sondern schließt jede andere Baukörperform, die die Hochhausgrenze deutlich überschreitet, mit ein, ebenso die Gruppenbildung mehrerer Häuser. Anzahl und Lage der Hochhäuser sind freigestellt und in einem städtebaulichen Konzept im Zusammenhang darzustellen.

Die Nutzung des Towers ist freigestellt, die Entwicklung einer sinnvollen multifunktionalen Nutzungsstruktur mit allen erforderlichen Neben- und Funktionsflächen ist  Aufgabenbestandteil. Wohnnutzungen sind in untergeordneter Größenordnung nicht ausgeschlossen. Die bebaute Grundfläche sowie die Höhe des Towers sind freigestellt und im Rahmen eines Gesamtkonzepts zu entwickeln.


Erschließung, Konstruktion, Gestaltung
Die notwendige Erschließungsstruktur soll im Lageplan nachgewiesen werden, insbesondere Straßen und Wege, KFZ-Stellplätze (offen oder geschlossen) für Bewohner, Angestellte, Personal und Besucher, Feuerwehrzufahrten und Fluchtwege. In diesem Zusammenhang ist auch eine entsprechende Gestaltung der Außenanlagen zu entwerfen und darzustellen.

Die Tragwerks- und Baukonstruktion des Hafencitytowers soll grundsätzlich funktionieren, ausführbar sein und dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

Der Schallschutz gegenüber den benachbarten Brücken soll ebenfalls städtebaulich und/oder konstruktiv berücksichtigt werden.

Die Gebäudetechnik soll einem ökologisch nachhaltigen Standard entsprechen.

Der Innovationscharakter des Hafencitytowers, das skulpturale Konzept und die Suche nach kreativen gestalterischen Lösungen in Bezug zur Aufgabenstellung stehen jedoch grundsätzlich im Vordergrund.


Leistungen

  • Lageplan M 1:1000 mit Darstellung des städtebaulichen Konzeptes der Hochhausgruppe,
  • Arbeitsmodell M 1:1000 des städtebaulichen Konzeptes,
  • Präsentationsmodell des Towers M 1:500 (oder größer je nach Konzept),
  • alle wesentlichen Grundrisse (nutzungsabhängig) einschl. der wesentlichen Untergeschossebenen M 1:200,
  • alle Ansichten M 1:200,
  • ein räumlich aussagefähiger Vertikalschnitt M 1:200 mit Aussagen zur Gebäudekonstruktion, zur Aussteifung, zur Erschließung sowie zur Fassadenkonstruktion,
  • Erläuterungstext, max. 2 Seiten A4.

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dibelius, Großer Enwurf und Bacherlorthema, betreut im Wintersemester 08/09