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Bauhausmuseum Weimar

Bauhaus
Im Jahre 1919, also vor 90 Jahren, wurde das Bauhaus gegründet. Das Bauhaus sollte nach dem Manifest von Gropius eine Handwerkerschule werden, in der alle Künstler, Architekten, Bildhauer und Maler auf das große Ziel, "den neuen Bau der Zukunft" hinarbeiteten. Im Laufe der inhaltlichen und gestalterischen Entwicklungen lösten strenge kubische Formen den Expressionismus ab, die Einheit von Kunst, Technik und Kunsthandwerk sowie die Gestaltung des Industrieproduktes wurden zum Ziel. Nach dem Umzug nach Dessau wurde ab 1926 am Bauhaus auch eine Architekturabteilung aufgebaut.

Das Bauhaus ist die wichtigste Kunstschule des 20. Jahrhunderts. Ihre Bedeutung lag darin, dass Künstler und Handwerker und zum Schluss auch Architekten zusammenarbeiteten.

Gropius´Architekturstil wurde dabei zum Symbol des Schulprogramms. Mit seiner strengen Sachlichkeit, den kubisch klaren und überwiegend weißen Flächen bestimmte er den Internationalen Stil maßgeblich.

Die Aufgabe
In diesem Jahr will die Klassik Stiftung Weimar einen Architekturwettbewerb für ein neues Bauhausmuseum im Weimar ausloben. Die Eröffnung ist für 2013 geplant. Die Aufgabenstellung des Großen Entwurfs lehnt sich an den Wettbewerb an.

Der Hauptteil der Museumsflächen soll sich der Entwicklung von der Klassik bis zur Moderne und ihrem Einfluss bis in die Gegenwart in Kunst, Kunsthandwerk, Design und Architektur widmen. Hierzu sind 4 größere Ausstellungsabteilungen vorgesehen. Daneben sind eine Bauhaus-Uni-Galerie, museumspädagogische Flächen sowie eine Kindertagesstätte geplant. Für das gesamte Museum werden ca. 4.500 qm Nutzfläche als untere Grenze gesehen. Die tatsächliche Größe des Museums sowie eventuelle weitere, vor allem gastronomische Nutzungen und Flächen für Veranstaltungen und Tagungen sind jedoch auch aus dem Grundstück und seinen städtebaulichen Standortfaktoren heraus  konzeptionell und durch den Entwurfsverfasser eigenständig zu entwickeln.

Das Konzept
In welcher Weise dabei das Bauhaus, seine Inhalte und seine Architektur Einfluss nehmen auf den geplanten Neubau, ist ein wesentlicher Teil der Aufgabenstellung. Das Bauhaus stand in seiner Zeit für eine spezifische euphorische Aufbruchstimmung und für eine Neubewertung von Architektur, ihren Funktionen und Ausdrucksmöglichkeiten.

Das Grundstück
In den letzten Monaten sind verschiedene Standorte im Stadtbereich von Weimar öffentlich diskutiert worden. Vorgabe für diese Aufgabenstellung ist das Grundstück der heutigen Mensa der Bauhaus-Universität in der Marienstraße 15 b. Das Grundstück liegt unmittelbar neben der Universität, in Sichtweite der Originalschauplätze, am Rand eines großen Parks, an dem auch das Schloss sowie die Anna Amalia Bibliothek liegen. Es hat ca. 4.000 qm und ist annähernd flach. Die vorhandene Mensa soll abgerissen und an anderer Stelle neu errichtet werden. Zur Bebauungsdichte sowie zur Anzahl der Geschosse bzw. zur Gebäudehöhe werden keine Vorgaben gemacht.

Die Erschließung soll im Lageplan nachgewiesen werden, insbesondere Zufahrten, Eingänge für Besucher und Personal, ggf. Feuerwehrzufahrten, Fluchtwege und eine Mindestanzahl Stellplätze für Kurzparker. In diesem Zusammenhang ist auch eine Gestaltung der Außenanlagen als Übergang zu den Parkflächen zu entwerfen und darzustellen. Die notwendigen Stellplätze können in einer benachbarten Tiefgarage am Beethovenplatz nachgewiesen werden.

Konstruktiion, Gestaltung
Die Tragwerks- und Baukonstruktion des Bauhausmuseums soll grundsätzlich funktionieren, ausführbar sein und dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Die Gebäudetechnik soll einem ökologisch nachhaltigen hohen Standard entsprechen.

Der Innovationscharakter des Bauhausmuseums, das skulpturale und inhaltliche Konzept und die Suche nach kreativen gestalterischen Lösungen in Bezug zur Aufgabenstellung und zum Grundstück stehen jedoch grundsätzlich im Vordergrund.

Leistungen

  • Lageplan M 1:500 mit Darstellung des städtebaulichen Konzeptes des Museums,
  • Arbeitsmodell M 1:1000, alternativ 1:500,
  • Präsentationsmodell M 1:500 (oder größer je nach Konzept),
  • alle wesentlichen Grundrisse (nutzungsabhängig) einschl. Untergeschossebene M 1:200,
  • alle Ansichten M 1:200,
  • ein räumlich aussagefähiger Vertikalschnitt M 1:200 mit Aussagen zur Gebäudekonstruktion, zur Aussteifung, zur Erschließung sowie zur Fassadenkonstruktion,
  • Erläuterungstext, 2 Seiten A4.

 

Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dibelius, Großer Entwurf, betreut im Sommersemester 2009