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Kunst im öffentlichen Raum auf dem Gelände der seit 1972 gegründeten Gesamthochschulen in NRW - unter besonderer Berücksichtigung des Hochschulstandortes Siegen

Erläuterung der Aufgabenstellung

Im ersten Teil dieser Arbeit soll die Entwicklung des Gedankens der „Kunst am Bau“ beginnend von den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts bis heute erläutert werden. Die Begriffe „Kunst im öffentlichen Raum“ und „Kunst am Bau“ bedürfen zunächst einer Klarstellung, da letztere eine Teilmenge der ersteren bildet.

Kunst im öffentlichen Raum gab es in Form von Denkmälern und Brunnen schon seit Jahrhunderten, ebenso haben sowohl Herrscher wie selbständige Kommunen oder Kirchen auf die Kunst am Bau großen Wert gelegt.
Der Begriff „Kunst am Bau“ wurde mit der öffentlichen Förderung der Werke von Künstlern an öffentlichen Bauten in der ersten Hälfte des 20ten Jahrhunderts eingeführt. In der Nachkriegszeit wurde sie ein fester Bestandteil öffentlicher Bauvorhaben.

Obwohl es Kunst im öffentlichen Raum schon immer gab, wurde dieser Begriff erst in den 70er Jahren für einen demokratischen Zugang aller Bevölkerungsgruppen zu Kunstobjekten geprägt.

Sowohl die Definition des öffentlichen Raumes als auch die Definition dessen, was Kunst ist, erfuhren in den sechziger und siebziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts entscheidende Bedeutungsänderungen. Die Begriffe und ihre Bedeutungsentwicklung sollen an Hand von Beispielen dargestellt werden.

Die öffentlichen Förderungsmaßnahmen der „Kunst am Bau“ lassen sich an vielen Beispielen von Bund-, Landes- und Kommunalbauten nachweisen.
Öffentliche Mittel hierfür wurden zwar in den einzelnen Bundes- und Landesverfassungen in der Höhe festgelegt, ihre Verwendung jedoch unterschiedlichen Jurys – meist nach Wettbewerben - überlassen
Die Auswahlgremien setzten sich entweder aus Verwaltungsfachleuten, oder Verwaltungsfachleuten und Kunstexperten oder nur aus Kunstexperten zusammen.
Die unterschiedlichen Gremienzusammensetzungen führten zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen der Auswahlkriterien. Künstler ebenso wie Bürger fühlten sich selten mit einbezogen in die Entscheidungsprozesse.

Im zweiten Teil soll anhand des Neubaus von fünf Hochschulen in NRW die Realisierung von „Kunst am Bau“- Werken dargestellt werden.
Die Landesregierung NRW beschloss, 1972 fünf Gesamthochschulen zu errichten. Für die Bauten an den Standorten Duisburg, Essen, Paderborn, Siegen und Wuppertal standen erhebliche Neubaumittel und damit auch die Mittel zur Förderung der „Kunst am Bau“ zur Verfügung.
In dieser Arbeit werden einerseits die Kunstwerke, die mit dem Neubau verbunden sind, dargestellt – soweit sie noch existieren -, sowie die Zielsetzungen, Juries und Ergebnisse der Wettbewerbe, die zu ihrer Wahl führten.
Zum andern wird versucht, ihre künstlerischen Merkmale im Hinblick auf den Trend der künstlerischen Welt der damaligen Zeit einzuordnen (Teil I).

Neben den Kunstwerken, die der Kategorie „Kunst am Bau“ zuzuordnen sind, werden auch weitere künstlerische Arbeiten – soweit vorhanden – auf den Campusgeländen betrachtet.
In der Schussbemerkung wird eine vergleichende Würdigung der einzelnen Campi vorgenommen und die Stellung der Gesamthochschule – und späteren Universität - Siegen innerhalb dieses Vergleiches betrachtet.


Leistungen

  • Einleitung mit Verdeutlichung der Fragstellung und des Forschungskontextes
  • Öffentlicher Raum und die Entwicklung der Kunst im öffentlichen Raum – allgemeine Einordnung und Kontextherstellung zum Thema
  • Kunst im öffentlichen Raum  bei der Entwicklung des Bauprogramms der Gesamthochschulen in NRW
  • Darstellung der Projekte (geplante als auch realisierte Projekte) unter besonderer Berücksichtigung des Standortes Siegen (Grundlagenrecherche): Lage der Kunstwerke, Verfasser, Zustand heute, vorgenommene Veränderungen im Laufe der Zeit, damalige Zielsetzung, inhaltliche Herleitung des Kunstwerk, fotografische und planmäßige Kartierung etc. (nach Absprache)
  • Vergleichende Betrachtung der Hochschule Siegen zu den anderen ehemaligen Gesamthochschulen des Landes NRW
  • Literaturverzeichnis und Anhang


Univ.-Prof. Dr.-Ing. Schröteler-von Brandt, Abschlußarbeit, herausgegeben im Wintersemester 2011/2012