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Mehrgenerationen-Zentrum in Siegen

Situation (fiktiv)
In der Siegener Oberstadt steht das Gelände der ehem. Jugendherberge zur Verfügung, auf diesem soll mit den Geldern einer Stiftung ein Zentrum für generationenübergreifende Angebote , als soziale Infrastruktureinrichtung einschl. Freiflächen errichtet werden.
Das ca. 3000 qm große Baugrundstück befindet sich südlich angrenzend an den Schlosspark in Aussichtslage über Siegen. Es ist besonders darauf zu achten, dass wichtige Blickbeziehungen nicht verbaut werden.
Die innerörtliche Erschließung mit dem Kfz erfolgt über die Höhstraße.
Die Stockwerkszahlen sollen sich am umgebenden Bestand orientieren, 2-geschossig in Teilen bis max. 3-geschossig.
Bei der vorgesehenen Nutzung ist von 23-25 Stellplätzen auszugehen: Wohnen für alleinerziehende Mütter bzw. Väter mit Kind/ern 8 Stellplätze, Familien- und Stadtteilzentrum 5 Stellplätze, Altenwohnen 8-10 Stellplätze (Pro Wohneinheit 1 STPL.). Es wird von einer Tiefgarage ausgegangen.


Aufgabe
Die Lage des Baugrundstücks ist ideal geeignet für ein Mehrgenerationen-Zentrum mit den drei gewünschten Einrichtungen:

  • einem Familien- und Stadtteilzentrum
  • ca. 8 Wohneinheiten für Alleinerziehende
  • ca. 8-10 Wohneinheiten für altengerechtes Wohnen.

Die Lage in der Nähe der Stadtmitte, zu zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und ebenso ein gastronomisches Angebot sind ein hoher Standortvorteil, der von vielen Nutzergruppen stark nachgesucht wird.
Es wird gewünscht, dass sich zwischen den drei Einrichtungen neue Kooperationsformen entwickeln können und Kontakte zwischen den Nutzergruppen gefördert werden.
Diese Kooperationsmöglichkeiten sollen auch baulich spürbar werden.
Der einzuplanenden Freifläche kommt dabei besondere Bedeutung zu, da sie vielfältige Kommunikations-möglichkeiten bietet.

Familien- und Stadtteilzentrum
Stützpunktküche für ca. 200 Essen

Das Familien- und Stadtteilzentrum mit seiner Cafeteria ist der zentrale und gleichzeitig auch der öffentlichste Raum für alle Nutzergruppen des Mehrgenerationen-Zentrums bzw. auch für den Stadtbereich.
Hier sollen offene Angebote insbesondere an Familien des Stadtteils bzw. der nahen Wohnumgebung gemacht werden oder auch Dienste und Serviceleistungen vermittelt werden.
z.B. Tauschbörse, second-hand-shop, Vermittlungsdienste, Schreibbüro, evtl. Serviceleistungen für die Betreuten Wohnungen, Kinderbetreuung, z.B. Reinigung der Wohnungen, Besuchsdienste, Mittagessen und Pflege...
Beratungsangebot

Nachbarschaftscafé mit Küche und Aufenthaltsraum für Kinder.
Es wird erwartet, dass dem Cafe eine ausreichende Freifläche für Außensitzplätze zur Verfügung steht.
In der Einrichtung sollen auch Veranstaltungen für und mit Eltern angeboten werden können.

Angebote für die Eltern:
Öffnung der Einrichtung für Elternbedürfnisse (Elterntreff, Veranstaltungen mit Elternseminar etc.)
Im Eltern- und Kindprogramm ist ein Hort für eine Gruppe mit 15-20 Kindern für eine Teilzeitbetreuung (ab ca. 12.00 Uhr) enthalten.

Es soll eine Stützpunktküche für ca. 200 Essen geplant werden. Sie soll die Hortgruppe mitversorgen, sowie bei Bedarf auch für die Essensversorgung des Nachbarschaftscafés, Bedürftige aus dem Stadtteil und für die Bewohner der Altenwohnanlage, sowie Kindertageseinrichtungen in Siegen zur Verfügung stehen.


Wohnen für Alleinerziehende mit Kind/-ern
Auf dem Baugrundstück sollen 8 Wohneinheiten für alleinerziehende Mütter bzw. Väter entstehen. Erforderliche Hortplätze, die das Leben berufstätiger alleinerziehender Elternteile erleichtern bzw. die Betreuung der Kinder nach der Schule bzw. dem Kindergarten sichern, sollen im Zusammenhang mit dem Stadtteilzentrum entstehen.

Die Lage, Anordnung und Zuordnung der Wohnungen soll den unterschiedlichen Bedürfnissen der Benutzer bzw. der Bewohner des Mehrgenerationen-Zentrums und der Nachbarschaft Rechnung tragen und einem harmonischen Miteinander nicht entgegenwirken und auch gemeinschaftliche Wohnformen ermöglichen.

Auf die Außenspielflächen für die Kinder in unterschiedlicher Art, geeigneter Größe und Lage wird besonders hingewiesen. In unmittelbarer Nähe sind außerdem Spielplätze vorhanden, die von den größeren Kindern genutzt werden können.


Altengerechtes Wohnen
Das Wohnangebot dieser Gebäudeanlage soll barrierefreie Wohnungen umfassen, die in ihrer Gesamtfläche leicht differieren können. Die Bewohner leben selbständig in einer eigenen abgeschlossenen Wohnung und können frei wählbar nach Bedarf verschiedene Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Grundsatz dieser Konzeption ist die Idee ?soviel Selbständigkeit wie möglich, soviel Hilfe wie nötig?.

Das Angebot richtet sich an ältere Menschen, die im Rahmen eines eigenen, abgeschlossenen Wohnteils gemeinschaftliche Wohnformen (2-er-WG) suchen.
Im Falle der Hilfsbedürftigkeit beider Bewohner soll auch eine pflegerische Versorgung im Hause gefördert werden.
8-10 alten- und rollstuhlgerechte Wohnungen für :z.B. Alleinstehende mit erwachsenen behinderten Töchtern und Söhnen, Ehepaare, von denen ein/e Partner erheblich hilfsbedürftig ist und die in der Regel nur über ein geringes Einkommen verfügen.
Ziele sind: Selbstbestimmte Lebensformen und das Selbsthilfepotential zu fördern und zu unterstützen.
Jede Wohneinheit verfügt über 1 Diele, 2 Zimmer Wohnraum, 1 Gemeinschaftsbereich mit Küche, 2 Bäder und 1 Balkon. Für die Bewohner gibt es einen Gemeinschaftsraum (Clubraum).
Ein separater Zugang zur Wohnanlage sollte möglich sein, andererseits sind Begegnungen mit anderen Nutzergruppen des Mehrgenerationen Zentrums erwünscht.

Die Altenwohnanlage benötigt keine abgetrennte Freifläche, sie sollte jedoch nutzerspezifisch in die Freiflächenkonzeption mit eingebunden werden.


Weiteres Flächenangebot
Sollten aus städtebaulichen Gründen über das Raumprogramm hinaus weitere Flächen angeboten werden, so können diese Flächen als Wohnungen in einem separaten Gebäude mit eigenständiger Erschließung unabhängig vom Mehrgenerationen-Zentrum realisierbar sein.


Kooperationsebene
Ein wesentliches Element des Mehrgenerationenzentrums ist, dass zwischen den drei Einrichtungen neue Kooperationsformen zu entwickeln sind, Räume gemeinsam genutzt werden, einrichtungsübergreifende Angebote gemacht und Kontakte zwischen den verschiedenen Nutzergruppen gefördert werden.

Das Familien und Stadtteilzentrum mit seiner Cafeteria ist der zentrale und gleichzeitig auch der öffentlichste Raum, zum einen für alle Nutzergruppen im Haus, zum anderen für den Stadtteil.

Die meisten Funktionsräume (Werkraum, Gymnastikraum, Gruppenräume) stehen allen Nutzergruppen im Haus zur Verfügung und können je nach Bedarf genutzt werden.
Wichtig ist, dass diese Kooperationsmöglichkeiten auch baulich sichtbar, Kommunikationswege erkennbar werden.

Der großzügigen Freifläche kommt besondere Bedeutung zu, denn sie bietet vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten.


Raumprogramm

Familien und Stadtteilzentrum

Stadtteilcafé 200 qm
Bestehend aus 4 Räumen:

  • kl. Küche ca. 15 qm
  • Cafeteria ca. 75 qm
  • Mehrzweckraum ca. 80 qm
  • Spielraum neben Cafeteria ca. 30 qm
WCs (WC-Beh.) mit Wickeltisch

für Besucher des Cafés ca. 15 qm

Second-Hand-Shop ca. 30 qm

Schreibbüro mit Schreibservice ca. 30 qm

2 Büros Verwaltung je ca. 15 qm

Gruppen- und Fortbildungsraum ca. 40 qm

Gruppenraum ca. 30 qm

Kinderbetreuung (Hort): 62 qm
Aufenthaltsraum ca. 46 qm
Gruppenraum ca. 16 qm

Garderobe ca. 10 qm 10 qm

Sanitäre Anlagen für Kinder
Mit Dusche und Wickeltisch

Kochküche einschl. Nebenräume, Lager
Büro mit separatem Zugang, Zufahrtsmöglichkeit ca. 80 qm 80 qm

Gesamtnutzfläche (Raumprogramm) 607 qm

 

Wohnen Alleinerziehende

Ca. 8 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe

4 Wohneinheiten mit 4 Zimmern:
3 Zimmer ca. 16 qm
Wohnraum ca. 24 qm
Küche ggf. integriert ca. 12 qm
Bad/WC ca. 6 qm
90 qm

4 Wohneinheiten mit 3 Zimmern:
wie oben, jedoch 1 Zimmer weniger 75 qm

zuzüglich Abstellräume im UG, Waschküche, Fahrradraum, Müllraum

Gesamtnutzfläche (Raumprogramm) 660 qm

 

Altengerechtes Wohnen:

ca. 9 Wohneinheiten, je Einheit: ca. 80qm 720 qm

  • 2 Wohnräume je ca. 20 qm
  • 1 Gemeinschaftsbereich mit Küche ca. 21 qm
  • 1 Diele ca. 8 qm
  • 2 Sanitärbereich je ca. 5,5 qm

Clubraum 30-45 qm

Büro ca. 15 qm
Büro ca. 22 qm

gemeinsames Bad mit WC ca. 15 qm

Waschraum ca. 6 qm 6 qm

Gesamtnutzfläche (Raumprogramm) bei 9 Wohneinheiten max. 840 qm

 
Leistungen

  • Zwischenpräsentation mit städtebaulichem Arbeitsmodell
  • Lageplan 1/500
  • Erdgeschossgrundriss mit Darstellung der Umgebung und der Außenanlagen M1/200 bzw. 1/100
  • Grundrisse, Ansichten und Schnitte M 1/200 bzw. 1/100
  • Skizzenbuch
  • Aussagen zu räumlichen Qualitäten z.B. in Form von Skizzen, Perspektiven o.ä.

    für einen Teilbereich in Absprache
  • Modell 1/200
  • Präsentation

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Schröteler-von Brandt, Diplomthema und Großer Entwurf, betreut im Sommersemester 2002