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Ein Ort zur Konfliktbewältigung zwischen den Kulturen

Weltweit werden sich im 21. Jh. immer deutlicher kulturelle Bruchzonen und damit einhergehende Krisen- und Kriegsgebiete zeigen.

Die Unterschiede zwischen Nord- und Südstaaten, zwischen reichen und armen Ländern, zwischen industrialisierten Ländern und Entwicklungsländern, zwischen Ländern mit Bodenschätzen und solchen ohne, werden im 21. Jh. voraussichtlich größer statt kleiner.

Das Bildungsgefälle, die Überbevölkerung, die Seuchengefahren, die Hungersnöte, die Naturkatastrophen werden im 21. Jh. voraussichtlich größer statt kleiner.

Der sich ausbreitende weltweite Kapitalismus, die Rückkehr der Religionen und der internationale Terrorismus sind Bestandteile eines miteinander vernetzten und immer gefährlicher werdenden globalen Kampfes um Ressourcen, um Lebensräume und um die wirtschaftlich-technologische Vormachtstellung in der Welt.

Daneben gibt es zahlreiche regionale Konflikte mit erheblichem sicherheits- und friedenspolitischem Umbruchpotential.

Das Gleichgewicht der Kulturen wird offensichtlich immer instabiler. Die Wissenschaftler identifizieren weltweit insgesamt bis zu 8 Kulturkreise, zwischen denen eine Verständigung auf universelle Werte wie z.B. die Menschenrechte, nicht möglich ist. Der Konflikt zwischen der westlichen Welt und dem Islam ist einer von mehreren.

Niemand hat bis heute auf die beschriebenen Herausforderungen plausible Antworten gefunden. Krieg ist das Versagen der Politik, aber auch jedes Einzelnen.

Der Ort zur Konfliktbewältigung zwischen den Kulturen ist eine Besinnungs-, Informations- und Begegnungsstätte, ein Ort der kritischen Diskussion, des Gedenkens, der geistigen Vertiefung und der Stille. Ebenso ein Mahnmal.

Aufgabenstellung
Es soll ein architektonisch definierter Ort entworfen werden, der die vorgenannten Funktionen (Besinnung, Information, Begegnung, Diskussion, Gedenken, geistige Vertiefung, Stille... ) in eindringlicher und suggestiver Weise definiert und unterstützt. Der Ort soll für den Besuch einzelner Menschen sowie für größere Veranstaltungen gleichermaßen geeignet sein.

Es gehört zur Aufgabenstellung, die Inhalte, Funktionen und Ziele dieses Ortes genauer zu entwickeln und mit den geeigneten Mitteln in Raum umzusetzen.

Das Grundstück ist frei wählbar. Es soll ein für die Aufgabenstellung geeignetes reales Grundstück gefunden werden. Jede Lage ist in Abhängigkeit vom Entwurfskonzept grundsätzlich denkbar und zulässig.

Alle notwendigen Nebennutz- und Funktionsflächen sind sinnvoll und in angemessenem Umfang zu integrieren und darzustellen. Dies gilt analog auch für Art und Umfang der Erschließung.

Leistungen:

  • Lageplan M 1:500 einschl. Umgebung
  • Arbeitsmodelle M 1:500 (oder größer je nach Konzept) einschl. Umgebung
  • alle Grundrisse einschl. Untergeschoßebenen M 1:200 (oder größer)
  • alle Ansichten M 1:200 (oder größer)
  • 2 räumlich aussagefähige Schnitte M 1:200 (oder größer)
  • Präsentationsmodell M 1:200 (oder größer) mit Darstellung der Innenräume
  • Skizzenbuch.


In allen Zeichnungen sind alle direkten Außenräume detailliert darzustellen.
In Abhängigkeit vom Entwurfskonzept können abweichend andere Leistungen mit den Entwurfsbetreuern vereinbart werden.
Weitere Darstellungen (3D, Film... ) sind freigestellt. Umfang, Layout und Darstellungsqualität werden mitbewertet.


Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dibelius, Diplomthema und Großer Entwurf, betreut im Sommersemester 2006

 
 
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